Der Floh im Ohr, 2016

Gaumen hoch für das Lachseminar:
Theater Offenhausen spielt „Floh im Ohr”

13 Rol­len, 12 Per­so­nen, 5 Türen, 2 Häu­ser, 1 Bett. Die Büh­ne im Thea­ter Offen­hau­sen gehört heu­er dem Ver­wechs­lungs-Stück “Floh im Ohr” von Geor­ges Fey­deau. Die exakt kon­stru­ier­te Büh­nen­ko­mö­die insze­niert Gast-Regis­seur Alois Kreuz­wie­ser als einen neu­en kurz­wei­lig und äußerst unter­halt­sa­men Höhe­punkt in Offen­hau­sen.

Vik­tor Can­de­bis (Sepp Higls­ber­ger) ver­liert schlag­ar­tig sein ehe­li­ches Pflicht­be­wusst­sein. Sei­ne Frau Isa­bell Can­de­bis (Rena­te Stras­ser) will den Ver­dacht bestä­tigt wis­sen und nutzt als Lie­bes­fal­le einen der ältes­ten Tricks der Welt: ein fin­gier­ter Lie­bes­brief führt die gan­ze fei­ne Gesell­schaft in das Hotel “Zur zärt­li­chen Mie­ze­kat­ze”, geführt von der reso­lu­ten Madame Ber­ger (Ingrid Reintha­ler). 

Das dis­kre­te Sei­ten­sprung-Eta­blis­se­ment ent­puppt sich als tur­bu­len­ter Auf­we­cker: wie aus der Pis­to­le von Andras­sy (Debut Chris­ti­an Kiri) geschos­sen, fühlt und fie­bert man im Publi­kum mit. Pierre (Gerold Stög­mül­ler) ver­liert mehr­mals sei­nen Gau­men, was zu Sprach­pro­ble­men führt. Mis­ter Rug­by (Debut Ronald Stras­ser) lässt sei­ne eng­li­schen Fäus­te und lüs­ter­ne Fin­ger spre­chen; das spürt das But­ler-Ehe­paar Anto­nia (Johan­na Pan­hu­ber) und Josef (Wal­ter Sil­ber) eben­so wie Frau Andras­sy (Bir­git Renöckl). Wurscht ist´s den Bor­dell-Die­nern Fer­di­nand (wie­der Sepp Higls­ber­ger) und Gott­fried (Fritz Lich­ten­wag­ner). Die ver­zwick­te Situa­ti­on genie­ßen wol­len Dr. Frank (Josef Bichl­mann) und Herr Kai­ser (Klaus Kerschhaggl), der sich Schlä­ge auch ero­ti­scher vor­ge­stellt hat.

Das Thea­ter Offen­hau­sen bie­tet ein köst­li­ches Lach­se­mi­nar, das man am liebs­ten noch ein­mal sehen will.