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Der Revisor, 2019

Der Revisor von Nikolai Gogol

unter der Bear­bei­tung und Regie von Son­ja Zim­mer­mann und Alois Kreuz­wie­ser

Spieltermine

Pre­mie­re Sams­tag 15.6. 20 Uhr
2. Auf­füh­rung Mitt­woch 19.6. 20 Uhr
3. Auf­füh­rung Frei­tag 21.6. 20 Uhr
4. Auf­füh­rung Don­ners­tag 27.6. 20 Uhr
5. Auf­füh­rung Frei­tag 28.6. 20 Uhr
6. Auf­füh­rung Sams­tag 29.6. 20 Uhr

Sitz­platz­re­ser­vie­rung
und bei Ände­rungs­wün­sche die Stor­nie­rung reser­vier­ter Plät­ze

Stückbeschreibung

Im Juni kommt der Revisor nach Offenhausen!

Wenn sich in einer Gemein­de (oder einer Bank) die Auf­sichts­be­hör­de, also „der Revi­sor“ anmel­det, macht sich meist Respekt breit. Und nun ist es auch in Offen­hau­sen soweit!

Die Thea­ter­grup­pe berei­tet sich schon inten­siv auf die­ses Ereig­nis vor. Denn nun ist es schon Gewiss­heit: vom 15. bis zum 29. Juni ist auf der Thea­ter­büh­ne im Säge­werk mit sei­nem Erschei­nen zu rech­nen. — Kei­ne Angst! „Der Revi­sor“ ist eine pfif­fi­ge Komö­die des Rus­sen Niko­lai Gogol. Sie spielt in einer abge­le­ge­nen Stadt, dort haben die füh­ren­den Gemein­de­häup­ter ihre eige­nen Regeln und alles fest im Griff. Wäre da nicht das Gerücht, dass ein Revi­sor inco­gni­to aus der Haupt­stadt kommt um nach dem Rech­ten zu sehen. Gemein­de­auf­sicht qua­si! Da heißt es zusam­men­ste­hen und den Gast auf die eige­ne Sei­te zie­hen…
Die ers­ten Pro­be­auf­trit­te hat das Ensem­ble bereits beim Faschings­zug absol­viert. Unter dem Mot­to „die Rus­sen kom­men“ freun­de­te sich die Trup­pe mit rus­si­schen Kos­tü­men und Ver­hal­tens­wei­sen an. Mitt­ler­wei­le sind die Pro­ben unter der Regie von Alois Kreuz­wie­ser voll im Gang und das Büh­nen­kon­zept steht fest.

Wir freu­en uns, wenn Ihr unse­rer Ein­la­dung im Juni folgt und einen ver­gnüg­li­chen Abend genießt!

PS: es gibt Gerüch­te, dass in die Rol­le des Revi­sors ein ganz jun­ger Kerl aus Moos schlüp­fen soll, der bis­her auf der Büh­ne noch nicht zu sehen war, aber was weiß man schon – er kommt ja inco­gni­to…..

Mitwirkende

Beam­ter aus Peters­burg Iwan Chlesta­koff — Ger­fried Koger
Bür­ger­meis­ter Anton Anto­no­witsch — Josef Higls­ber­ger
sei­ne Frau Anna Andre­je­wa — Rena­te Stras­ser
sei­ne Toch­ter Mar­ja Anto­no­wa — Johan­na Pan­hu­ber
Die­ner Ossip — Gerold Stög­mül­ler
Schul­di­rek­tor Ale­xe­jew Chlo­poff — Ronald Stras­ser
Kreis­rich­ter Ammos Ljap­kin — Klaus Kerschhaggl
Hos­piz­ver­wal­ter Pjotr Filip­po­wisch — Josef Bichlmann
Bür­ge­rin Nata­scha Doska­lo­wa — Bir­git Renöckl
Bür­ge­rin Olga Bos­ka­lo­wa — Ingrid Reintha­ler
Poli­zei­insp­tek­tor Ste­pan Iljitsch — Josef Seif­ried
Haus­mäd­chen Misch­ka — Son­ja Zim­mer­mann
Wir­tin — Doris Hög­lin­ger
Kauf­mann — Fritz Lich­ten­wag­ner

Büh­nen­bild — Hei­di Wim­mer, Rena­te Stras­ser
Kar­ten — Her­wig Pfaf­fen­zel­ler
Tele­fon — Hel­ga Andeß­ner
Tech­nik — Man­fred Andeß­ner
Büh­nen­bau — Josef Feich­ten­gru­ber u. Team
Wer­bung — Wal­ter Emat­hin­ger u. Team
Leib­li­ches Wohl — Sabi­ne Andes­s­ner, Hei­di Higls­ber­ger
… und noch ganz vie­le ande­re

Aus der Wikipedia

Text von https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Zerrissene
Der Revi­sor (rus­sisch Ревизор) ist eine Komö­die in fünf Auf­zü­gen von Niko­lai Gogol. Gogol schrieb die Komö­die 1835. 1836 wur­de sie ver­öf­fent­licht. Die Urauf­füh­rung fand am 19. April 1836 in Sankt Peters­burg im Alex­an­drin­ski-Thea­ter statt, die Erst­auf­füh­rung für Mos­kau im Mai 1836 im Klei­nen Thea­ter. Das Stück gehört heu­te noch zu den meist­ge­spiel­ten auf den Spiel­plä­nen von Büh­nen, auch in Deutsch­land.

Inhalt

In einem klei­nen rus­si­schen Städt­chen wird die Nach­richt ver­brei­tet, ein Revi­sor sei inko­gni­to auf dem Weg in die Stadt. Alle Beam­ten der Stadt, allen vor­an der Stadt­haupt­mann als Ober­haupt, fürch­ten sich vor die­sem Besuch. Schließ­lich hat jeder von ihnen Dreck am Ste­cken: Sie las­sen sich schmie­ren, bestechen oder erfül­len ihre Auf­ga­ben nicht.

Gleich­zei­tig ist ein jun­ger Mann, Chlesta­kow, aus St. Peters­burg in einem Gast­haus abge­stie­gen. Seit zwei Wochen wohnt er dort und hat noch kei­ne Rech­nung bezahlt, son­dern sich immer alles anschrei­ben las­sen. Schnell geht das Gerücht um, der jun­ge Mann sei der Revi­sor.

Bald kommt es zum Zusam­men­tref­fen der bei­den Par­tei­en. Chlesta­kow denkt, er wer­de wegen der unbe­zahl­ten Rech­nun­gen gleich abge­führt, und gerät außer sich. Er schreit her­um und beschwert sich, dass das Essen sowie­so nicht schme­cke. Der Stadt­haupt­mann ist durch die­sen Aus­bruch völ­lig ein­ge­schüch­tert und noch mehr davon über­zeugt, es mit einem rich­ti­gen Staats­be­am­ten zu tun zu haben. Er beru­higt Chlesta­kow und denkt, er müs­se das Inko­gni­to-Spiel­chen mit­spie­len. Chlesta­kow erzählt hier aber sei­ne wah­re Geschich­te: dass er vom Vater aus St. Peters­burg zurück­be­or­dert wur­de, weil er es dort in der Kanz­lei noch zu nichts gebracht hat. Mit der Heim­rei­se las­se er sich aller­dings ein wenig Zeit, weil er über­haupt kei­ne Lust habe, nach Hau­se zu gehen. Jedoch habe er kein Geld mehr. Der Stadt­haupt­mann steckt ihm schnell 400 Rubel als Schmier­geld zu. Er bie­tet ihm auch an, bei sich im Gäs­te­zim­mer zu woh­nen.

Nun wer­den Chlesta­kow ver­schie­de­ne Besich­ti­gungs­tou­ren durch die Stadt gebo­ten, und dabei wird ihm immer wie­der etwas Geld zuge­steckt. Er denkt erst, die Leu­te hier sei­en sehr gut­mü­tig und groß­zü­gig, begreift dann aber, dass sie ihn wohl mit jeman­dem ver­wech­seln. Trotz­dem spielt er das Spiel wei­ter, ver­lobt sich sogar mit der Toch­ter des Stadt­haupt­manns. Kurz danach macht er sich aus dem Staub. Wäh­rend die Beam­ten in der Stadt die Ver­lo­bung fei­ern, tritt der Post­meis­ter auf, der einen Brief von Chlesta­kow an einen Freund geöff­net hat. Dar­in macht Chlesta­kow sich über die Leu­te in der Stadt lus­tig, und der Schwin­del fliegt auf. Chlesta­kow ist aller­dings längst über alle Ber­ge, wäh­rend der ech­te Revi­sor war­tet.

Deutung

Gogols Komö­die schließt in Russ­land an die neue Rich­tung an, die sich mit Gri­bo­je­dows „Gore ot uma“ (Ver­stand schafft Lei­den) bereits vom klas­si­zis­ti­schen Dra­ma abge­wen­det hat­te, und geht einen gan­zen Schritt wei­ter, indem er das bis­her stets vor­han­de­ne Lie­bes­mo­tiv nur noch par­odie­haft ein­schließt. Die Komö­die bekommt bei Gogol die Struk­tur der Ver­wechs­lungs­ko­mö­die. Dadurch, dass der Gesamt­ver­lauf des Stü­ckes auf die­ser stän­di­gen Ver­wechs­lung beruht, erhält das Werk eine kom­po­si­tio­nel­le Geschlos­sen­heit. Die Komik beruht dar­auf, dass die Täu­schung von den Figu­ren des Stü­ckes nicht erkannt wird, vom Zuschau­er aber früh fest­ge­stellt wird.

Die getäusch­ten Per­so­nen sind zwar die „betro­ge­nen Betrü­ger“, die es auch in frü­he­ren Komö­di­en zu bela­chen gab, bei Gogol sind es aber nicht Ein­zel­per­so­nen, son­dern die gan­ze kor­rup­te Gesell­schaft des zeit­ge­nös­si­schen Russ­land. Damit wird Gogols Komö­die auch zur Gesell­schafts­ko­mö­die, die dar­ge­stell­te Stadt steht modell­haft für ganz Russ­land. Gogol selbst fand, dass die­se Komö­die „der Sam­mel­punkt für alle mög­li­chen Unzu­läng­lich­kei­ten“ sei. Durch ihre Über­trei­bun­gen und Ver­zer­run­gen wird sie auch zur Gro­tes­ke, auch wenn – ver­gli­chen mit ande­ren Wer­ken Gogols – der “Revi­sor” ver­gleichs­wei­se weni­ge Ele­men­te des Gro­tes­ken ent­hält.[1] Wir erhal­ten „Ein­bli­cke in die Ver­kehrt­heit der Welt, in der wir sel­ber leben“. Das „Lachen über sich selbst“ ver­liert den Cha­rak­ter des blo­ßen Spotts, da es eine „rei­ni­gen­de Wir­kung“ hat. Dem Lachen wird „die Kraft zuge­traut, durch Lachen die Tra­gö­die der Exis­tenz ertrag­bar zu machen“ (Iones­co).

Der Stadt­haupt­mann und die Beam­ten, die am Schluss des Stü­ckes ihre Täu­schung erken­nen müs­sen, haben ihre frü­he­re Sicher­heit ver­lo­ren. Zwar sind sie von Chlesta­kow, dem ver­meint­li­chen Revi­sor, getäuscht wor­den, aber da das Gan­ze in der stum­men Schluss­sze­ne für alle unfass­bar zu sein scheint, ist man eher geneigt, das Gan­ze dem Teu­fel zuzu­schrei­ben, der „sei­ne Hand im Spie­le“ gehabt habe. Hier wird ein Grund­satz von Gogols Welt­sicht erkenn­bar, dass näm­lich „Alles Lug und Trug“ ist. Nichts ist so, wie es scheint, man täuscht sich fort­ge­setzt in dem, was der ande­re ist. Die Ver­wechs­lung als Pro­blem der Iden­ti­tät.

Der Zerrissene, 2018

Der Zerrissene von J.N. Nestroy

unter der Bear­bei­tung und Regie von Son­ja Zim­mer­mann und Alois Kreuz­wie­ser

Spieltermine

Pre­mie­re Frei­tag 8.6. 20 Uhr
2. Auf­füh­rung Frei­tag 15.6. 20 Uhr
3. Auf­füh­rung nach­mit­tags Sams­tag 16.6. 15 Uhr
4. Auf­füh­rung Sams­tag 16.6. 20 Uhr
5. Auf­füh­rung Don­ners­tag 21.6. 20 Uhr
6. Auf­füh­rung Frei­tag 22.6. 20 Uhr
7. Auf­füh­rung Sams­tag 23.6. 20 Uhr

Sitz­platz­re­ser­vie­rung
und bei Ände­rungs­wün­sche die Stor­nie­rung reser­vier­ter Plät­ze

Probenfotos

Die Pro­ben- und Vor­be­rei­tungs­zeit war inten­siv …

Mitwirkende

auf der Bühne

Rol­le Beschrei­bung Schau­spie­le­rIn
Herr von Lips ein Kapi­ta­list Gerold Stög­mül­ler
Stif­ler Freund von Lips Chris­ti­an Kiri
Spor­ner Freund von Lips Klaus Kerschhaggl
Wixer Freund von Lips Ronald Stras­ser
Madam Schley­er Hei­rats­schwind­le­rin Rena­te Stras­ser
Glut­ham­mer Schlos­ser­meis­ter Josef Bichlmann
Kraut­kopf Guts­hof­päch­ter Josef Higls­ber­ger
Kathi Lips Nich­te Kers­tin Has­lin­ger
Jus­ti­zia­ri­us Beam­ter Ingrid Reintha­ler
Anton Bediens­te­ter Kurt Tisch­lin­ger
Jose­phi­ne Bediens­te­te Johan­na Pan­hu­ber
Magd Johan­na Pan­hu­ber
Knecht 1 Kurt Tisch­lin­ger
Knecht 2 Fritz Lich­ten­wag­ner
 

hinter, vor und rundherum

Orga­ni­sa­ti­on Rena­te Stras­ser
Regie Alois Kreuz­wie­ser und
Son­ja Zim­mer­mann
Musik Kurt Tisch­lin­ger
Bir­git Renöckl
Büh­ne Josef Feich­ten­gru­ber
Man­fred Andeß­ner
Fritz Lich­ten­wag­ner
Tech­nik Man­fred Andeß­ner
Medi­en Wal­ter Emat­hin­ger
Diet­mar Andes­s­ner
Kos­tü­me und Requi­si­ten Rena­te Stras­ser
Hel­fen­de Hän­de Fritz Lich­ten­wag­ner
Erich König
Ernst Grüb­lbau­er
Josef Wendt
Horst Ste­fan
Wal­ter Emat­hin­ger
Diet­mar Andes­s­ner
und vie­le mehr
Kar­ten und Kas­sa Her­wig Pfaf­fen­zel­ler
Mari­an­ne Stoi­ber
Kar­ten­te­le­fon Heinz Gey­er
Hel­ga Andeß­ner
Ver­pfle­gung Sabi­ne Andes­s­ner
Hei­di Higls­ber­ger
 

Stückbeschreibung

Mit dem „Zeris­se­nen“ steht dies­mal wie­der ein klas­si­sches Nes­troy-Stück auf dem Spiel­plan des Offen­hau­se­ner Thea­ters.
Es ist schon ein Gfrett mit dem „zer­ris­se­nen Gemüt“ des Herrn von Lipps (Gerold Stög­mül­ler), dem stink­rei­chen Jung­ge­sel­len, der schon alles erlebt hat! Da wird einem schon recht fad. Damit ein biss­chen Span­nung ins öde Leben kommt, beschließt er mit sei­nen „guten Freun­den“ (Chris­ti­an Kiri, Klaus Kerschhaggl und Ronald Stras­ser), das ers­te weib­li­che Wesen zu hei­ra­ten, das ihm über den Weg läuft.
Er trifft aus­ge­rech­net auf Madam Schley­er (Rena­te Stras­ser), die geflo­he­ne Braut des Schlos­sers Glut­ham­mer (Sepp Bichlmann). Die streit­lus­ti­gen Her­ren gera­ten fürch­ter­lich anein­an­der und stür­zen sich gegen­sei­tig ins rei­ßen­de Was­ser. Bei­de kön­nen sich ret­ten, aber bei­de glau­ben, den ande­ren umge­bracht zu haben, und bei­de suchen am sel­ben Ort — beim Guts­hof­päch­ter Kraut­kopf (Sepp Higls­ber­ger) — ver­klei­det Unter­schlupf vor der Jus­tiz (Ingrid Reintha­ler).
Inko­gni­to als Stall­knecht am eige­nen Guts­hof erkennt Herr von Lipps die wah­ren Gesich­ter sei­ner Freun­de, sie erwei­sen sich aus­schließ­lich als Freun­de sei­nes Gel­des. Hin­ge­gen fin­det er in sei­nem armen Paten­kind, der Kathi (Kers­tin Has­lin­ger) einen lie­bens­wer­ten Cha­rak­ter, der ihm die ursprüng­li­che Braut ver­ges­sen lässt…..
Nes­troy hat mit dem Zeris­se­nen eine Pos­se geschaf­fen, die durch Wort­witz und viel Platz für Komö­di­an­ti­sches bril­liert.
Kurt Tisch­lin­ger sorgt für den musi­ka­li­schen Teil, dass die Cou­plets („sich so zu verstell´n, na, da ghört schon was dazua“) gut klin­gen und gelin­gen.

Der Zer­ris­se­ne, 2018 wei­ter­le­sen

Tatort Villa Bock, 2017

Tatort Villa Bock von Daniel Kaiser

Da wir zur Tür-auf-Tür-zu-Komö­die “Floh im Ohr” viel posi­ti­ves Feed­back erhal­ten haben, blei­ben wir auch 2017 die­sem Gen­re treu. Es wur­de vom Orga­ni­sa­ti­ons­team gemein­sam mit der Regie des ver­gan­ge­nen Stücks die Kri­mi­nal­ko­mö­die “Tat­ort Vil­la Bock” von Dani­el Kai­ser aus­ge­wählt. Tat­ort Vil­la Bock, 2017 wei­ter­le­sen

Der Floh im Ohr, 2016

Gaumen hoch für das Lachseminar:
Theater Offenhausen spielt „Floh im Ohr”

13 Rol­len, 12 Per­so­nen, 5 Türen, 2 Häu­ser, 1 Bett. Die Büh­ne im Thea­ter Offen­hau­sen gehört heu­er dem Ver­wechs­lungs-Stück “Floh im Ohr” von Geor­ges Feydeau. Die exakt kon­stru­ier­te Büh­nen­ko­mö­die insze­niert Gast-Regis­seur Alois Kreuz­wie­ser als einen neu­en kurz­wei­lig und äußerst unter­halt­sa­men Höhe­punkt in Offen­hau­sen.
Der Floh im Ohr, 2016 wei­ter­le­sen

Der Verein

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Unter die Ver­ins­ak­ti­vi­tä­ten fal­len aktu­ell
— die Thea­ter­grup­pe wel­che schon weit über die Gren­zen der Markt­ge­mein­de bekannt ist,
— die Erhal­tung und Neu­erschlie­ßung von Wan­der­we­gen,
— die pro­jekt­be­zo­ge­ne Dorf­ent­wick­lung und
— die Doku­men­ta­ti­on und Erfor­schung von The­men rund um die Gemein­de.

Wir sind immer auf der Suche nach Leu­ten die an den The­men Thea­ter, Wan­dern, Hei­mat­kun­de, Lite­ra­tur, Kul­tur, … inter­es­siert sind und ger­ne, in wel­cher Form auch immer, an unse­rer Gemein­schaft teil­ha­ben möch­ten.

Wir benut­zen neben die­ser Home­page auch

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Unsere Stücke im Überblick

Jahr Stück
Autor
Regie
Pla­kat
2019 Der Revi­sor
Niko­lai Gogol
Alois Kreuz­wie­ser und Son­ja Zim­mer­mann
2018 Der Zer­ris­se­ne
Johann Nes­troy
Alois Kreuz­wie­ser und Son­ja Zim­mer­mann
2017 Tat­ort Vil­la Bock
Dani­el Kai­ser
Alois Kreuz­wie­ser und Son­ja Zim­mer­mann
2016 Floh im Ohr
Geor­ges Feydeau
Alois Kreuz­wie­ser und Son­ja Zim­mer­mann
2015 Jeder­mann
Hugo von Hof­manns­thal
Kurt Tisch­lin­ger
2013 Krip­pen­spiel
Hans Reintha­ler
Rein­hard Scho­to­la
2013 Thea­ter­som­mer­nacht
Diver­se
Rein­hard Scho­to­la
2012 Die Nar­ren von Valen­cia
Lope de Vega
Rein­hard Scho­to­la
2011 Lie­bes­ge­schich­ten und Hei­rats­sa­chen
Johann Nes­troy
Rein­hard Scho­to­la
2010 Pyg­ma­li­on
Geor­ge Ber­nard Shaw
Rein­hard Scho­to­la
2009 Faust I
Johann Wolf­gang von Goe­the
Rein­hard Scho­to­la
2008 Die ver­häng­nis­vol­le Faschings­nacht
Johann Nes­troy
Rein­hard Scho­to­la
2007 Der zer­bro­che­ne Krug
Hein­rich Kleist
Rein­hard Scho­to­la
2006 Ham­let
Wil­liam Shake­speare
Rein­hard Scho­to­la
2004 Einen Jux will er sich machen
Johann Nes­troy
Rein­hard Scho­to­la
2003 Was Ihr wollt
Wil­liam Shake­speare
Rein­hard Scho­to­la
2002 Der Hahn
Geor­ges Feydeau
Rein­hard Scho­to­la
2000 Dorf ohne Män­ner
Ödön von Hor­vath
Rein­hard Scho­to­la
1999 Die Räu­ber
Fried­rich Schil­ler
Rein­hard Scho­to­la
1998 Miran­do­li­na
Goldo­ni
Rein­hard Scho­to­la
1997 Das Mädel aus der Vor­stadt
Johann Nes­troy
Rein­hard Scho­to­la
1996 Faust I
Johann Wolf­gang von Goe­the
Rein­hard Scho­to­la
1995 Moral
Lud­wig Tho­ma
Rein­hard Scho­to­la
1994 Pen­si­on Schöl­ler
Laufs/Jacoby
Rein­hard Scho­to­la
1994 Sze­nen aus “Die Frem­de“
Hans Reintha­ler
Rein­hard Scho­to­la
1993 Der Talis­man
Johann Nes­troy
Rein­hard Scho­to­la
1992 Die Hoch­zeit des Figa­ro (Ein tol­ler Tag)
Beaum­ar­chais
Rein­hard Scho­to­la
1990 Die Zäh­mung der Wider­spens­ti­gen
Wil­liam Shake­speare
Rein­hard Scho­to­la
1989 Frü­he­re Ver­hält­nis­se
Johann Nes­troy
Rein­hard Scho­to­la
1988 Der betro­ge­ne Ehe­mann
Molie­re
Hans Müh­le­der
1987 Jeder­mann
Hugo von Hoff­manns­thal
Hans Müh­le­der
1986 Lum­pa­zi­va­ga­bun­dus
Johann Nes­troy
Hans Müh­le­der
1985 Der zer­bro­che­ne Krug
Hein­rich Kleist
Hans Müh­le­der
1984 Krip­pen­spiel Hans Reintha­ler
1984 Offen­haus­ner Bau­ern­frei­heit — Ein Gerichts­tag in Offen­hau­sen
Sze­nen aus der Geschich­te von Offen­hau­sen
(anläss­lich der Fei­er “450 Jah­re Markt Offen­hau­sen”)

Krippenspiel

Krippenspiel

von Hans Reinthaler

 

Das Vor­wort des Dich­ters zu sei­nem Lyrik­band „Da Zaubabrunn” hat auch für sein Krip­pen­spiel Gül­tig­keit: “Die bäu­er­li­che Welt, die hier geschil­dert wird, gibt es nicht mehr. Auch ihre Spra­che stirbt. Ros­se, Pflug und Sen­se, der Knech­te und Mäg­de einst­mals bit­te­res und schweig­sam getra­ge­nes Los und ihre trotz allem uner­schüt­ter­li­che Treue zum Herrn des Bau­ern­ho­fes sind nur mehr Schat­ten einer müh­se­li­gen Ver­gan­gen­heit. Soll man dar­über trau­ern oder froh sein? Der Dich­ter wagt es nicht, ein Urteil zu spre­chen. Er hat nur auf­ge­schrie­ben, was war. Unter den Knech­ten und fah­ren­den Hand­werks­bur­schen, die er kann­te, war oft­mals ein Herr voll Wür­de und Adel. Und unter den Her­ren, die sich in das Dorf sei­ner Kind­heit ver­irr­ten, waren arme Söld­ner des Gel­des, des Besit­zes und der has­ti­gen trü­ge­ri­schen Welt.”

Im Krip­pen­spiel hat der Dich­ter die christ­li­che Erlö­sungs­ge­schich­te in die­se Bau­ern­welt gestellt. Es spielt nicht in bibli­scher Zeit. Eine Bau­ern­fa­mi­lie, Hir­ten und Gemein­de­ho­no­ra­tio­ren ste­hen neben Maria und Josef im Mit­tel­punkt. Zwei The­men kom­men in die­sem an lyri­schen und musi­ka­li­schen Ein­la­gen rei­chen Stück zum Tra­gen. Da ist einer­seits der hart­her­zi­ge Bau­er, der “Leut-Aus­ja­ga” genannt, der durch eine gute Tat zu Glück und Erlö­sung bei­trägt und ande­rer­seits der alte Hir­te, der in Erfül­lung einer alten Pro­phe­zei­ung die Voll­endung sei­nes Lebens sieht.

Hans Reintha­ler (1900 — 1964), der Offen­hau­se­ner Mund­art­dich­ter, schrieb die­ses Stück vor dem zwei­ten Welt­krieg. Es erleb­te in frü­he­ren Jah­ren vie­le Auf­füh­run­gen und wur­de auch im Rund­funk gesen­det. In sei­ner Hei­mat­ge­mein­de wur­de es vom thea­ter offen­hau­sen 1984 und 1987 auf­ge­führt. 

In unse­rer Insze­nie­rung möch­ten wir kei­ne sta­ti­schen Krip­pen­fi­gu­ren, son­dern, ein­ge­bet­tet in deren nai­ven Volks­fröm­mig­keit, Men­schen aus Fleisch und Blut samt ihren Schwä­chen und Stär­ken, zei­gen. Der Wider­streit zwi­schen Nächs­ten­lie­be und Hart­her­zig­keit ist ein wich­ti­ges The­ma die­ses volks­tüm­li­chen Spiels. Auch so man­ches, was viel­leicht nur auf den zwei­ten Blick zwi­schen den Zei­len her­vor­geht, wol­len wir zuguns­ten eines leben­di­gen Thea­ters sicht­bar und spür­bar machen.  Der lyri­sche Cha­rak­ter des Stü­ckes erhält durch die vie­len Lie­der und die alte Mund­art eine ganz beson­de­re Note.

Klei­nes Mund­art­wör­ter­buch

glö­cken — zurecht­kom­men ; sti­gatzn — stot­tern ; ant­tuan — nicht gewöhnt sein ;  pfu­gatzn — kichern  ; Aun­ga — Dorf­wie­se, Anger ; Halb­scheit — Hälf­te ; Buder­saus — But­ter­schmalz ; Fiacht — First