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Der Floh im Ohr, 2016

Gaumen hoch für das Lachseminar:
Theater Offenhausen spielt „Floh im Ohr“

13 Rollen, 12 Personen, 5 Türen, 2 Häuser, 1 Bett. Die Bühne im Theater Offenhausen gehört heuer dem Verwechslungs-Stück „Floh im Ohr“ von Georges Feydeau. Die exakt konstruierte Bühnenkomödie inszeniert Gast-Regisseur Alois Kreuzwieser als einen neuen kurzweilig und äußerst unterhaltsamen Höhepunkt in Offenhausen.
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Theater Offenhausen

Zu unserem aktuellen Stück inkl Beschreibung und Kartenreservierung

Unter die Verinsaktivitäten fallen aktuell
– die Theatergruppe welche schon weit über die Grenzen der Marktgemeinde bekannt ist,
– die Erhaltung und Neuerschließung von Wanderwegen,
– die projektbezogene Dorfentwicklung und
– die Dokumentation und Erforschung von Themen rund um die Gemeinde.

Wir sind immer auf der Suche nach Leuten die an den Themen Theater, Wandern, Heimatkunde, Literatur, Kultur, … interessiert sind und gerne, in welcher Form auch immer, an unserer Gemeinschaft teilhaben möchten. Bitte sprecht uns einfach an!

Eine kleine Aufmerksamkeit, Geschenk oder Mitbringsel gefällig? Unser Kartengutschein ist eine lokale und stilvolle Variante dafür.

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Unsere Stücke im Überblick

JahrStück
Autor
RegiePlakat
2023Cyrano in Buffalo
Ken Ludwig
Alois Kreuzwieser und Sonja Zimmermann
2022Ewig rauschen die Gelder
Michael Cooney
Alois Kreuzwieser und Sonja Zimmermann
2020Cyrano ABGESAGT
2019Der Revisor
Nikolai Gogol
Alois Kreuzwieser und Sonja Zimmermann
2018Der Zerrissene
Johann Nestroy
Alois Kreuzwieser und Sonja Zimmermann
2017Tatort Villa Bock
Daniel Kaiser
Alois Kreuzwieser und Sonja Zimmermann
2016Floh im Ohr
Georges Feydeau
Alois Kreuzwieser und Sonja Zimmermann
2015Jedermann
Hugo von Hofmannsthal
Kurt Tischlinger
2013Krippenspiel
Hans Reinthaler
Reinhard Schotola
2013Theatersommernacht
Diverse
Reinhard Schotola
2012Die Narren von Valencia
Lope de Vega
Reinhard Schotola
2011Liebesgeschichten und Heiratssachen
Johann Nestroy
Reinhard Schotola
2010Pygmalion
George Bernard Shaw
Reinhard Schotola
2009Faust I
Johann Wolfgang von Goethe
Reinhard Schotola
2008Die verhängnisvolle Faschingsnacht
Johann Nestroy
Reinhard Schotola
2007
Der zerbrochene Krug
Heinrich Kleist
Reinhard Schotola
2006Hamlet
William Shakespeare
Reinhard Schotola
2004Einen Jux will er sich machen
Johann Nestroy
Reinhard Schotola
2003Was Ihr wollt
William Shakespeare
Reinhard Schotola
2002Der Hahn
Georges Feydeau
Reinhard Schotola
2000Dorf ohne Männer
Ödön von Horvath
Reinhard Schotola
1999Die Räuber
Friedrich Schiller
Reinhard Schotola
1998Mirandolina
Goldoni
Reinhard Schotola
1997Das Mädel aus der Vorstadt
Johann Nestroy
Reinhard Schotola
1996Faust I
Johann Wolfgang von Goethe
Reinhard Schotola
1995Moral
Ludwig Thoma
Reinhard Schotola
1994Pension Schöller
Laufs/Jacoby
Reinhard Schotola
1994Szenen aus „Die Fremde“
Hans Reinthaler
Reinhard Schotola
1993Der Talisman
Johann Nestroy
Reinhard Schotola
1992Die Hochzeit des Figaro (Ein toller Tag)
Beaumarchais
Reinhard Schotola
1990Die Zähmung der Widerspenstigen
William Shakespeare
Reinhard Schotola
1989Frühere Verhältnisse
Johann Nestroy
Reinhard Schotola
1988Der betrogene Ehemann
Moliere
Hans Mühleder
1987Jedermann
Hugo von Hoffmannsthal
Hans Mühleder
1986Lumpazivagabundus
Johann Nestroy
Hans Mühleder
1985Der zerbrochene Krug
Heinrich Kleist
Hans Mühleder
1984Krippenspiel
Hans Reinthaler
1984Offenhausner Bauernfreiheit – Ein Gerichtstag in Offenhausen
Szenen aus der Geschichte von Offenhausen
(anlässlich der Feier „450 Jahre Markt Offenhausen“)

Theater

„Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen,
die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt
und sich damit auf und davon gemacht haben,
um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.“

Max Reinhardt
(1873-1943), österreichischer Regisseur, Theaterleiter u. Schauspieler

Gemäß dieser „Weisheit“ von Max Reinhardt finden sich jedes Jahr Theaterbegeisterte aus Offenhausen und Umgebung zusammen, um als Laienschauspieler mit viel Engagement und der nötigen kindlich spielerischen Begeisterung bekannte Stücke der Theaterliteratur aufzuführen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei einer unserer nächsten
Vorstellungen in Offenhausen begrüßen zu dürfen.

Krippenspiel

Krippenspiel

von Hans Reinthaler

 

Das Vorwort des Dichters zu seinem Lyrikband „Da Zaubabrunn“ hat auch für sein Krippenspiel Gültigkeit: „Die bäuerliche Welt, die hier geschildert wird, gibt es nicht mehr. Auch ihre Sprache stirbt. Rosse, Pflug und Sense, der Knechte und Mägde einstmals bitteres und schweigsam getragenes Los und ihre trotz allem unerschütterliche Treue zum Herrn des Bauernhofes sind nur mehr Schatten einer mühseligen Vergangenheit. Soll man darüber trauern oder froh sein? Der Dichter wagt es nicht, ein Urteil zu sprechen. Er hat nur aufgeschrieben, was war. Unter den Knechten und fahrenden Handwerksburschen, die er kannte, war oftmals ein Herr voll Würde und Adel. Und unter den Herren, die sich in das Dorf seiner Kindheit verirrten, waren arme Söldner des Geldes, des Besitzes und der hastigen trügerischen Welt.“

Im Krippenspiel hat der Dichter die christliche Erlösungsgeschichte in diese Bauernwelt gestellt. Es spielt nicht in biblischer Zeit. Eine Bauernfamilie, Hirten und Gemeindehonoratioren stehen neben Maria und Josef im Mittelpunkt. Zwei Themen kommen in diesem an lyrischen und musikalischen Einlagen reichen Stück zum Tragen. Da ist einerseits der hartherzige Bauer, der „Leut-Ausjaga“ genannt, der durch eine gute Tat zu Glück und Erlösung beiträgt und andererseits der alte Hirte, der in Erfüllung einer alten Prophezeiung die Vollendung seines Lebens sieht.

Hans Reinthaler (1900 – 1964), der Offenhausener Mundartdichter, schrieb dieses Stück vor dem zweiten Weltkrieg. Es erlebte in früheren Jahren viele Aufführungen und wurde auch im Rundfunk gesendet. In seiner Heimatgemeinde wurde es vom theater offenhausen 1984 und 1987 aufgeführt. 

In unserer Inszenierung möchten wir keine statischen Krippenfiguren, sondern, eingebettet in deren naiven Volksfrömmigkeit, Menschen aus Fleisch und Blut samt ihren Schwächen und Stärken, zeigen. Der Widerstreit zwischen Nächstenliebe und Hartherzigkeit ist ein wichtiges Thema dieses volkstümlichen Spiels. Auch so manches, was vielleicht nur auf den zweiten Blick zwischen den Zeilen hervorgeht, wollen wir zugunsten eines lebendigen Theaters sichtbar und spürbar machen.  Der lyrische Charakter des Stückes erhält durch die vielen Lieder und die alte Mundart eine ganz besondere Note.

Kleines Mundartwörterbuch

glöcken – zurechtkommen ; stigatzn – stottern ; anttuan – nicht gewöhnt sein ;  pfugatzn – kichern  ; Aunga – Dorfwiese, Anger ; Halbscheit – Hälfte ; Budersaus – Butterschmalz ; Fiacht – First

Theatersommernacht

 Offenhausener Theatersommernacht

Im „Sägewerk” Offenhausen wurden  kurze 1 bis 10 Minuten-Beiträge aus Theater, Kabarett, Musik und Gesang dargebracht. Es gab Gastbeiträge vom Männergesangsverein Pichl und vom Kulturverein „kulur-pur“ aus Gunskirchen.

Die Gestaltung eines bunten Abends zum Staunen, Lachen und Wohlfühlen war also Programm, der seinen Ausklang in einer lauen Sommernacht mit Tanzmusik und Gemütlichkeit  finden sollte.

Auszüge aus dem Programm:

Gedichte von Heinz Erhard und Eugen Roth, Szenen aus Theaterstücken von Shakespear,  Nestroy und anderen, oder lustig Sarkastisches von Helmut Qualtinger.

Narren von Valencia

Die Narren von Valencia

Lope de Vega

„Verrückten und Verliebten glüht das Hirn!“

Shakespeares Diagnose kann als passendes Motto über dem Werk seines Zeitgenossen Lope de Vega stehen.

Verrückt oder normal? Oder beides zugleich? Schein oder Sein? Vernunft oder Wahn? Liebe oder Betrug? Spiel oder Ernst? Oder einfach das Hauptmotiv des spanischen Theaters zur Zeit Lope de Vegas: Die ganze Welt ist Bühne und das Leben nur ein Traum? Wie sagten doch die Narren Martin und Thomas im Stück: „Die ganze Welt ist ein Narrenhaus, nur die Menschen wissen nichts davon!“ Also hereinspaziert ins große Narrenhaus und erleben Sie, wie der Bazillus der Liebe bei dieser wunderbaren Komödie vielleicht auch auf Ihr Herz und Hirn überspringt – dem spanischen Temperament sei Dank!

Die Kraft des Eros treibt die Helden in dieser turbulenten Komödie voran. Erst fliehen sie ins Irrenhaus, darin voreinander, um schließlich beieinander zu landen. Der spanische Vielschreiber und Kultautor seiner Zeit, Lope de Vega, kannte sich aus mit den Fallstricken des Schicksals. Wegen anzüglicher Verse auf die amourösen Praktiken eines Theaterdirektors wurde er für mehrere Jahre aus Madrid verbannt. Der Autor selbst war auch kein Held von Traurigkeit und provozierte seine Umwelt wiederholt mit erotischen Exzessen.

In Valencia untergekrochen, lernte er das berühmteste Irrenhaus der Stadt kennen und deklarierte es prompt zum Spielort für seinen nächsten Theatercoup „Die Narren von Valencia“, im Original: „Los locos de Valencia“.

Floriano denkt, er hat einen Prinzen erstochen. Er tarnt sich als Verrückter und geht ins Irrenhaus. Dort begegnet er Erifila, die zuerst ihr Herz und dann ihren Kopf verloren hat, weil ihr Liebhaber mitsamt ihren Habseligkeiten über alle Berge ist. Im Schutz der Anstalt verlieben sich die beiden und beklagen gegenseitig ihre Verrücktheit. Doch damit nicht genug. Weitere Liebesnarren bevölkern die Szene und wirbeln die Geschichte nochmals kräftig durcheinander. Hochzeitspläne werden geschmiedet, keiner scheint den zu kriegen, nach dem er oder sie sich verzehrt. Erst als ein maskierter Fremder auftaucht, kommt die Geschichte ins Lot und alle Verliebten unter die Haube.

Lope de Vega (1562-1635) war in seinem Leben in vielen Rollen unterwegs: als Priester und Poet, Soldat und Sänger für den König, als Liebhaber der Frauen und Lobdichter Gottes. Nach eigener Aussage verfasste er 1500 Theaterstücke, wovon ca. 450 erhalten sind.